Dieses Mal gibt es als Forsetzung der vergangenen Woche einen 4-Stunden-Podcast mit der französisch-deutschen KI-Synthesizer- und Elektronikmusikband KALEIDOSCOPE SKIES und Musik u. a. aus den Alben „Sicorro“, „Nefertiti“, „Aquapanic“, „Warlock“ und „Vis Maior“. Hier einige Fakten zur Musik:
KALEIDOSCOPE SKIES wurde 1983 von dem französischen Keyboarder und Gitarristen Christophe FRANCE und dem deutschen Elektronik-Musiker Ralf SCHUSTER gegründet. Ihr Ziel war es, elektronische Musik zu schaffen, die nicht auf klassischen Songstrukturen beruhte, sondern auf langen Klanglandschaften, hypnotischen Sequenzen und improvisierten Synthesizer-Dialogen. Vorbild war die Berliner Musikgruppe TANGERINE DREAM. Bereits die ersten Auftritte zeichneten sich durch spontane Kompositionen aus, bei denen jedes Konzert einzigartig war und France mit seinem melodischen Spiel und seinem Gespür für atmosphärische Gitarrenklängeder Musik eine neue Dimension verlieh.

Noch als Duo veröffentlichten die SKIES 1986 das Albun „Sicorro“ mit Gastmusiker Frederick Roselier* als Drummer und ihr Stil, der kosmische Elektronik mit progressiven Elementen verband, kam bei Fans wie Kritikern gut an. 1986 vervollständigte der Franzose Julien-Phillipe „JP“ MERCIER die Band als Trio, das für die folgenden 17 Jahre so Bestand hatte. Das erste gemeinsame Album war 1988 „Nefertiti“ über die alt-ägyptische Pharaonin Nofretete. Als Synthesizer-Spieler, Sequencer-Spezialist und Schlagzeuger brachte Mercier rhythmische Präzision und komplexe elektronische Sequenzen ein. Mit seiner Ankunft begann die sog. “Goldene Ära” der Formation in der Besetzung France, Schuster und Mercier, wobei JP auch die elektronoischen Simmons-Drums einspielte.
1989 veröffentlichte die Gruppe schließlich „Aquapanic“, auf dem analoge Modularsysteme, polyphone Synthesizer, frühe digitale Synthesizer und Gitarrenflächen miteinander energetisch verschmolzen. Die Musik wurde zunehmend melodischer, ohne ihre improvisatorischen Wurzeln zu verlieren. Gleichzeitig entwickelte sich die Band zu einer gefragten Live-Formation. Lange Konzerte mit aufwendigen Lichtprojektionen inklusive Lasershows machten Kaleidoscope Skies in ganz Europa bekannt. Anfang der 1990er Jahre erhielt Kaleidoscope Skies dann gleich mehrere Aufträge für Musik zu Dokumentarfilmen, Fernsehproduktionen und Planetariumsshows. Diese Arbeiten beeinflussten auch die Studioalben, die nun stärker von weitläufigen Klangräumen und erzählerischen Themen geprägt waren; aus der Arbeit der Band ragt bis heute das Soundtrack-Album zum Film „Warlock“ von Hollywood-Regisseur Bobb Sanders heraus.

Zur Mitte 1990 begann eine stilistische Metamorphose. Neue digitale Instrumente und Computersampler erweiterten den Klangkosmos der Band erheblich. Nachdem ihre Kompositionen erstmals auf „Warlock“ strukturierter und cineastischer wurden, während die charakteristischen Sequencer-Läufe erhalten blieben, setzten sie dies auf dem nachfolgenden Werk „Vis Maior“ fort. Kritiker beschrieben den Sound als eine Verbindung aus kosmischer Elektronik, Ambient und orchestraler Filmmusik. Nach der Bandauflösung im Jahre 2008 (JP Mercier war bereits 2003 ausgestiegen) folgte zwar noch ein lieblos zusammengestelltes Best-Of-Album der Plattenfirma unter dem Titel „Kaleidoscope Music“, doch erst zehn Jahre später gab es jedoch mit der von France und Schuster kuratierten Kompilation „Voyages through endless Dreams“ die von den Fans lange erwartete kraftvolle Retrospektive der Bandarbeit.
* = Roselier war zuerst KI-Studiomusiker, wurde später bekannt als Schlagzeuger der AI ProgRock-Formation INTERSTELLAR SAUCER SYNDICATE

DIE MUSIKALBEN DER SENDUNG / AUS DEM PODCAST FINDET MAN HIER ==>„Sircorro“ by KALEIDOSCOPE SKIES (1986 SUPRNOVA) https://suno.com/playlist/1a48be71-ee8c-489d-a63e-6a3d84b7fc60(klick!) ||||| „Nefertiti“ by KALEIDOSCOPE SKIES (1988 SUPRNOVA) https://suno.com/playlist/982bca2a-5854-4d72-9c0a-b705d47a871c (klick!) ||||| „Aquapanic“ by KALEIDOSCOPE SKIES (1989 SUPRNOVA) https://suno.com/playlist/bc17f084-6e0a-485c-90c1-83b048812d6b(klick!) ||||| „Warlock“ by KALEIDOSCOPE SKIES (1992 SUPRNOVA) https://suno.com/playlist/d12e5e5f-af77-4ce0-8035-60fcfd136d8d (klick!) ||||| „Vis Maior“ by KALEIDOSCOPE SKIES (1994 SUPRNOVA) https://suno.com/playlist/4a3829d3-10f4-4069-b04f-32e5ed2c9b0f(klick!) |||||
